Annika Grabold
Durchdringung

Eröffnung am Sonntag, 28. Oktober 2018 um 16 Uhr

Die 1995 in Langen geborene Künstlerin studiert seit 2014 an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und absolvierte zu Beginn dieses Jahres ein Auslandssemester in Tallinn an der Estonian Academy of Arts. Nach Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland und Europa erhält sie in der Schleuse ihre erste Einzelschau.

Simon Lunkenheimer beschreibt die Intention von Annika Grabold wie folgt:

„Da stetig mehr und mehr Fotografien, Bilder und Schnappschüsse entstehen, scheint es schwierig, der auf das Individuum einbrechenden Bilderflut zu entkommen. Welche Bilder uns erreichen, bestimmen hierbei zumeist Agenturen und Algorithmen, sowie Redakteur*Innen und Kurator*Innen. Immer seltener scheinen die alltäglichen, aber auch professionellen Fotografien dabei eine eingängige ästhetische Erfahrung zu ermöglichen. Stattdessen beobachtet man nicht erst seit Instagram, wie die Alltags- und kommerzielle Fotografie sich sowohl inhaltlich als auch medial an (abgeschmackten) Klischees bedient. Für ihre Arbeit „Durchdringung“ (2018), die vom 31. Oktober bis zum 2. Dezember 2018 in der Schleuse gezeigt wird, hat Annika Grabold diese Problematik und ihre Kritik in Form einer Fotoinstallation manifestiert. Die Künstlerin zeigt mit „Durchdringung“ nicht einfach ein kulturpessimistisches Gegennarrativ. Viel eher ermöglicht die facettenreiche Arbeit eine ästhetische Erfahrung, die über Klischees erhaben ist, obwohl sie jene auf kreative Art nutzt, um dann mit den Sehgewohnheiten des Rezipienten zu brechen. Was auf den ersten Blick bekannt aussieht, ist auf den zweiten Blick ein Rätsel, fast wie in Platos Höhle.“

Zur Eröffnung wird Kelly Sue Roßmann von den Opelvillen kurz in die Ausstellung einführen. Sie sind herzlich eingeladen!

 

Weitere Schleusen-Ausstellungen:
Nadja Büttner, 12. Dezember 2018 bis 6. Januar 2019