»Wir müssen den Schleier von unseren Augen reißen«
Fotografie und Zeichnung der russischen Avantgarde aus der Sammlung der Sepherot Foundation

17. Dezember 2014
bis 8. März 2015

Eine Bilderreise zum Neuen Sehen in der Fotografie der russischen Avantgarde 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts suchten Künstler allerorten neue Ausdruckformen. Die russische Avantgarde entwickelte — inspiriert von westeuropäischen Kunstströmungen — eine genuin eigene, revolutionär ungegenständliche Darstellungsweise. Die Ausstellung mit rund hundert Exponaten veranschaulicht, wie die aus der bildenden Kunst kommenden Impulse auch das Medium der Fotografie durchdringen. Insbesondere Alexander Rodtschenko, der ursprünglich Maler war, widmete sich früh der Fotomontage. Mit seiner Leica erforschte er das Großstadtleben — nicht allein, um Realität einzufangen, vielmehr stehen seine Aufnahmen ungewohnter Motive aus unüblichen Perspektiven im Zeichen abstrakt-malerischer Bildkompositionen. Auch El Lissitzky oder Georgi Selma übertrugen bildnerische Strategien auf die Fotografie. In der Gegenüberstellung mit Papierarbeiten und Zeichnungen, etwa von Kasimir Malewitsch, wird die Fortführung von Suprematismus und Konstruktivismus mit fotografischen Mitteln evident.

Kuratorin: Dr. Beate Kemfert, Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim

In Kooperation mit: Sepherot Foundation Liechtenstein, Kunstmuseum Bochum, Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus

Katalog: »Wir müssen den Schleier von unseren Augen reißen« Fotografie und Zeichnung der russischen Avantgarde aus der Sammlung der Sepherot Foundation.
Hatje Cantz, erscheint im Dezember 2014, herausgegeben von Dr. Beate Kemfert, Deutsch, ca. 160 Seiten, ca. 100 Abbildungen. Mehr

Mit Werken von: Jewgeni Chaldei ● Alexandra Exter ● Boris Ignatowitsch ● Wassili Jermilow ● EL Lissitzky ● Kasimir Malewitsch ● Ida Nappelbaum ● Ljubow Popowa ● Michail Prechner ● Alexander Rodtschenko ● Olga Rosanowa ● Konstantin Roshdestwenski ● Georgi Selma ● Nikolai Sujetin ● Wladimir Tatlin ● Ilja Tschaschnik ● Jakow Tschernichow ● Nadeshda Udalzowa

Hier das erste Pressecho zur Ausstellung:
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