Ghost.
Elizabeth Peyton

9. Februar bis 15. Mai 2011

Die für ihre kleinformatige, figurative Porträtmalerei bekannte Elizabeth Peyton (*1965 in Danbury, Connecticut) experimentiert seit den 1990er-Jahren mit unterschiedlichen druckgrafischen Techniken von Lithografien, Holzschnitten, Radierungen bis zu Monotypien. Ghost mit rund 60 Grafiken war dennoch die erste Ausstellung, die sowohl das druckgrafische Werk Peytons vorstellte als auch ihre Bedeutung für die Porträtmalerei beleuchtete.

Bereits ihre ersten Lithografien sind beredte Zeugnisse für Peytons bestimmende Bildästhetik und stringente Schönheitsthematik und zeigen darüber hinaus, wie die Künstlerin die Drucktechnik analog zu ihren malerischen Verfahrensweisen nutzt. In ihren im Gegensatz zur Malerei großformatigen Drucken porträtiert Peyton Stars der Popkultur wie Eminem oder Kurt Cobain, historische Figuren wie Richard Wagner oder Oscar Wilde und dessen Freund Bosie, Künstlerinnen und Künstler wie Frida Kahlo, David Hockney oder Robert Mapplethorpe ebenso wie viele ihrer Künstlerkollegen. Zunehmend wendet sich Peyton der Gattung des Stilllebens und Künstlern wie Camille Claudel und Paul Cézanne zu.

Der reich illustrierte, zweisprachige Katalog wurde maßgeblich von Elizabeth Peyton konzipiert und von Joseph Logan gestaltet. Das Künstlerbuch mit über siebzig großformatigen Abbildungen erschien im Hatje Cantz Verlag und enthält neben einem Interview von Beate Kemfert mit Elizabeth Peyton Essays von Hilton Als, Sabine Eckmann und David Lasry.

 

Katalog:
Elizabeth Peyton: Ghost. Hatje Cantz 2011, 168 Seiten

 

Weitere Stationen:
St. Louis, Mildred Lane Kemper Art Museum, 28. Januar bis 18. April 2011

Um die reproduktive Qualität des Mediums Druckgrafik zu thematisieren war die Ausstellung an beiden Orten – den Opelvillen Rüsselsheim und dem Mildred Lane Kemper Art Museum, St. Louis – zeitgleich zu sehen.