Kunst zur Arbeit

18. Juni bis 6. September 2009

Das Thema „Arbeit“ gehört zu den wichtigsten Themen, die aktuell diskutiert werden. Der Mangel an Arbeit wächst, gleichzeitig wird der Zustand einer heutigen Gesellschaft aber vor allem an den Beschäftigungszahlen gemessen. Die Ausstellung Kunst zur Arbeit führte internationale Künstlerpositionen zusammen, die in ihrer künstlerischen Praxis Bezug auf die neuen gesellschaftlichen Prozesse nehmen und mit entsprechenden Themenstellungen reagieren.

Kunstformen, die durch Interaktion und Zusammenarbeit entstehen, gewinnen für eine kritische Auseinandersetzung mit „Arbeit“ oder „Gesellschaft“ wieder an Bedeutung. Antje Schiffers und Thomas Sprenger, EMPFANGSHALLE und REINIGUNGSGESELLSCHAFT versuchen, Erwerbstätigen und auch Erwerbslosen neue Räume des Zusammentreffens, des Austausches und der Positionsbestimmung zu öffnen. Die Distanz zwischen den Künstlerinnen und Künstlern als Produzenten und dem Publikum wird dabei nahezu aufgelöst. Es gilt vielmehr, mit den Betroffenen des Strukturwandels zu sprechen, Vertrauen in die gegenwärtige Arbeitswelt zu schaffen oder kreative Beschäftigungsmodelle zu erstellen und gemeinsame Utopien zu entwickeln.

Die für die Ausstellung Kunst zur Arbeit ausgewählten Künstlerinnen und Künstler haben sich umfassend mit dem Bild der Arbeit in unserer Gesellschaft befasst: So zeigten Ramunė Pigagaitė und Tuomo Manninen serielle fotografische Porträts von Arbeiterinnen und Arbeitern. Zu sehen waren Einzel- und Gruppenporträts, die auch die Problematik „vor Ort“ spiegeln.

 

Werke von:
EMPFANGSHALLE ● Tuomo Manninen ● Ramunė Pigagaitė ● REINIGUNGSGESELLSCHAFT ● Antje Schiffers ● Thomas Sprenger