Robert Schittko
nothing matters (that much)

Eröffnung am Sonntag, 29. Juli 2018 um 17 Uhr

Bei seiner aktuellen Serie „Extended Play“ verarbeitet Schittko angefertigte Keramiken und persönliche Gegenstände in Studiofotografie. Die Keramiken sind aus dem Gedanken heraus geformt um fotografiert zu werden. Sie finden sich in den Fotografien in teilweise klassischen Arrangements wieder oder mit Seilen verbunden, angelehnt an das Japanische „Bondage“, die Kunst des Fesselns.

Im Gegensatz zur ursprünglichen Bedeutung des Begriffs, nutzt er die „Einschränkung“ als Erweiterung in seiner Fotografie. Bondage wird hier zur Verdichtung und Ordnung eingesetzt und erweitert somit die Wirkung im Zusammenspiel der einzelnen Objekte.

Die Fotografien spielen mit der Frage nach dem Verhältnis von Fotografie zur Skulptur. Diese Arbeit beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, welches Element in diesem Wechselspiel aus Skulptur und Fotografie das Bild dominiert: Die Keramik an sich, im Stillleben angelehnt an die Malerei oder der Gegenstand gemeinsam mit einem Menschen welcher sie berührt, hält oder unweigerlich an sie gefesselt ist.

Die zweite der gezeigten Serien „Ich hab vergessen wie es ist“ greift Bilder aus privaten Momenten, konfrontiert diese mit geschichteten Fragmenten von Körperbildern, gefügt zu hybriden Klumpen oder Gebilden in Form von bedruckten und gefrästen Holzarbeiten. Durch Collagieren und Multiplizieren von Gefundenem und auch Erfundenem eine Synthese verschiedener Wirklichkeiten, aus Erinnerungen und Abbildern intimer Momente geformt.

Zur Eröffnung wird Kelly Sue Roßmann von den Opelvillen kurz in die Ausstellung einführen. Sie sind herzlich eingeladen!

 

Weitere Schleusen-Ausstellungen:
Sonia Knop, 19. September bis 21, Oktober 2018
Annika Grabold, 31. Oktober bis 2. Dezember 2018
Nadja Büttner, 12. Dezember 2018 bis 6. Januar 2019