Toni Schneiders
Fotografien 1946–1990

20. Februar bis 9. Juni 2013

Toni Schneiders hat über vier Jahrzehnte lang entscheidend dazu beigetragen, die Fotografie in Deutschland nach 1945 zu erneuern und zu erweitern. Er ist bekannt geworden als Gründungsmitglied der legendären Avantgardegruppe fotoform (seit 1949) und gehört zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Nachkriegsfotografie.

Toni Schneiders arbeitete in der Tradition des „Neuen Sehens“. Er verstand sich aber nicht nur als „subjektiver“ Fotograf im Spannungsfeld von Form und Gegenstand, sondern ebenso als Beobachter, als Entdecker des Realen, als Porträtist, als Reise-, Industrie- und Landschaftsfotograf. Für ihn verkörperten fotoform und die „subjektive Fotografie“ mehr eine Haltung als einen Stil. Die Form war für ihn Mittel zu einer ausdrucksvolleren Aussage.

Mit der Präsentation von rund 120 Fotografien gab die Ausstellung einen umfassenden Überblick über das Schaffen Toni Schneiders‘ bis 1990. Anlass zur Ausstellung war neben der Entdeckung eines Rüsselsheimer Motivs (im Jahr 1954 fotografierte Schneiders in der Region) auch die Wiederauflage eines Bildbandes im Hatje Cantz Verlag. Die über Jahre vergriffene Publikation Toni Schneiders. Fotografie mit Texten von J. A. Schmoll gen. Eisenwerth, Ulrich Pohlmann und Christoph Bauer präsentiert nach wie vor sowohl das künstlerische als auch das dokumentarische Œuvre von Toni Schneiders eindrucksvoll.

 

Publikation:
Toni Schneiders: Fotografie. Hatje Cantz 2006, 188 Seiten