Bald in den Opelvillen:

Tamara Grcic
Heterophonie

26. April bis 2. Juli 2017

Die Künstlerin Tamara Grcic plant für die Opelvillen eine neue Arbeit namens Heterophonie. Der Begriff stammt aus der Musik und bezeichnet die Vielstimmigkeit, den Verschiedenklang einer musikalischen Notation. Ausgangspunkt ihrer Überlegungen war die Bevölkerungsstruktur von Rüsselsheim, die sich aus über hundert verschiedenen Nationalitäten zusammensetzt. Grcic beabsichtigt, für das Rüsselsheimer Ausstellungshaus eine Choreografie zu schaffen, in der sich der Begriff der Nationen zugunsten einer großen Struktur auflöst und sich Unterschiedlichkeiten vermischen, um eine offene, durchlässige Vielfalt zu erzeugen.

SIBYLLE – Die Fotografen

30. August bis 26. November 2017

Zum ersten Mal wird die Bedeutung der Sibylle Zeitschrift für Mode und Kultur für die Entwicklung der Fotografie und einer künstlerischen Bildsprache Ostdeutschlands beleuchtet. Sibylle war eine Frauenzeitschrift in der DDR, die regelmäßig schnell vergriffen war und als Ost-Vogue galt. Gründerin und Namensgeberin war Sibylle Gerstner. Herausgegeben vom Modeinstitut Berlin, erschien die Zeitschrift ab 1956 sechsmal pro Jahr in einer Auflage von nur 200.000 Exemplaren im Verlag für die Frau, Leipzig. Neben anspruchsvollen Modefotos von Arno Fischer, Roger Melis, Günter Rössler, Ute Mahler, Sibylle Bergemann, Sven Marquardt, Elisabeth Meinke u. a. waren auch ansprechende redaktionelle Beiträge ihr Markenzeichen. Auf die frauenzeitschrifttypischen Ratgeberteile wurde bewusst verzichtet und die gezeigte Mode hatte mit der realsozialistischen Wirklichkeit nur wenig gemein. Anfang 1995 musste das Erscheinen im Selbstverlag aus finanziellen Gründen endgültig eingestellt werden. Die Opelvillen-Ausstellung wurde in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock entwickelt und wird neben der Vorstellung der Fotografen auch einen kulturhistorischen Abriss geben.

 

Das Selbstporträt. Arbeiten auf Papier aus der Sammlung Frerich

13. Dezember 2017 bis 8. April 2018

Zum Thema Selbstbildnis konnte der Kölner Zahnarzt Dr. Günter Frerich mehr als 400 Grafiken und Handzeichnungen von 158 Künstlerinnen und Künstlern zusammentragen. Neben Selbstdarstellungen der deutschen Impressionisten Max Liebermann und Max Slevogt enthält die Sammlung unter anderem expressionistische Selbstporträts von Max Pechstein, Erich Heckel und Ernst Barlach sowie mehrere von Max Beckmann, Otto Dix und George Grosz als einem der wichtigsten Vertreter der neuen Sachlichkeit, unter anderem mit Hund vor der Staffelei. Käthe Kollwitz ist in einem Selbstporträt im Profil nach rechts aus dem Jahr 1938 zu sehen, das letzte Selbstbildnis vor ihrem Tod 1945. Die Opelvillen-Schau zeigt die herausragenden Selbstbildnisse der Sammlung aus dem Impressionismus, Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit. Leihgeber ist das Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren, dem die Sammlung 2012 übergeben wurde.