2019 in den Opelvillen:

Bethan Huws

22. Mai bis 11. August 2019

Bethan Huws, die 1961 in Wales geboren wurde und in Berlin lebt und arbeitet, wurde vor allem für ihre Word Vitrines, Readymades und Objekte sowie Videoarbeiten bekannt. Huws begeistert sich für Wortspiele, Ideogramme und Symbole, denkt über Grundlagen von Kunst nach und entschlüsselt dabei verborgene Bezugnahmen kunsthistorischer Motive.

Die Konzeptkünstlerin schafft ein feinfühliges und eigenständiges Werk voller Humor und Poesie.


Christiane Feser

22. Mai bis 11. August 2019

Für die 1977 in Würzburg geborene und in Frankfurt am Main lebende Christiane Feser steht seit Beginn ihres Schaffens das Medium der Fotografie im Mittelpunkt. Entscheidend wurde der Arbeitsprozess, mit dem sie sich vom ursprünglichen Motiv immer mehr entfernte.

Mit Papiermodellen, die sie in verschiedenen Umformungsprozessen fotografiert und überarbeitet, erweitert Feser zweidimensionale Fotografien zu reliefartigen, skulpturalen Werken.


Geraldo de Barros

25. September 2019 bis 2. Februar 2020

Auch der Brasilianer Geraldo de Barros (1923—1998) besuchte in den frühen 1950er-Jahren die Ulmer Hochschule. Basierend auf seinen Eindrücken wurde der Künstler nach seiner Rückkehr in Brasilien 1954 Mitbegründer des so genannten Unilabors zur Fabrikation von Möbeln. Unilabor sollte nicht nur Gestaltungsrichtlinien des Bauhauses fortführen, sondern auch eine soziale Ausrichtung in Form einer Arbeitsgemeinschaft besitzen.

Die Opelvillen nehmen das Jubiläumsjahr des Bauhauses 2019 zum Anlass, um erstmals in einer Ausstellung Unilabor einem breiten Publikum vorzustellen und die Bedeutung des Künstlers Geraldo de Barros für Design und Fotografie hervorzuheben.


Konkrete Poesie / poesia concreta

25. September 2019 bis 2. Februar 2020

»Konkrete Poesie ist ein ästhetisches Kapitel einer sich bildenden universalen Sprache. Wir sind das ästhetische Kapital. Und wir hatten den Eindruck, es bildet sich eine universale Sprache heraus.«
Eugen Gomringer

Zum ersten Mal wird die Entstehung und Entwicklung der Konkreten Poesie in Deutschland und der poesia concreta in Brasilien gewürdigt. Im Fokus stehen dabei die Werke der Künstler Eugen Gomringer und Augusto de Campos.

Eugen Gomringer, geboren 1925 in Cachuela Esperanza, Bolivien, gilt als Begründer der Konkreten Poesie und wirkt bis heute überwiegend in Deutschland. Augusto de Campos, geboren 1931 in São Paulo, Brasilien, veröffentlichte Anfang der 1950er-Jahre erste Gedichte. 1952, in dem Jahr, als Eugen Gomringer seine erste Konstellation avenidas schrieb, schlossen sich in São Paulo die drei Poeten Augusto de Campos, Haroldo de Campos und Décio Pignatari zur Gruppe Noigandres zusammen.

Drei Jahre später besuchte Pignatari die Hochschule für Gestaltung Ulm. Sein Treffen mit Eugen Gomringer, der zu der Zeit Sekretär von Max Bill war, kann als Beginn der internationalen Bewegung der Konkreten Poesie gesehen werden.