Insgesamt freuten wir uns 2017 über mehr als 20.000 Besucher!

Insgesamt über 20.000 Besucher kamen im vergangenen Jahr in die Opelvillen. Damit schließt das von Kuratorin und Stiftungsvorstand Dr. Beate Kemfert geführte Ausstellungshaus 2017 mit einer hervorragenden Publikumsbilanz.

Ein Besuchermagnet 2017 war insbesondere die Ausstellung Niki de Saint Phalle und das Theater – At Last I Found the Treasure, die Ende März nach knapp vier Monaten Laufzeit als eine der bislang erfolgreichsten Opelvillen-Ausstellungen zu Ende ging. Über 12.000 Besucher haben die umfangreiche Eigenproduktion der Kunst- und Kulturstiftung in Rüsselsheim gesehen, die nach über sechs Jahren Recherche und aufwendiger Vorbereitung zum ersten Mal das Theaterschaffen der Künstlerin Niki de Saint Phalle beleuchtete. Die Schau reiste direkt im Anschluss weiter nach Düren, wo sie im Leopold-Hoesch-Museum gastierte. Auch dort zählte sie mit fast 3.000 Besuchern zu den bislang erfolgreichsten Präsentationen des Hauses. Auf einer dritten und letzten Station werden die über hundert Skulpturen, Nanas, Installationen und Papierarbeiten von Niki de Saint Phalle, die teilweise zum ersten Mal ausgestellt werden, nun noch bis zum 8. April in der Kunsthalle Jena gezeigt.

Neben der nachhallenden Niki-de Saint-Phalle-Schau im Frühjahr präsentierten die Opelvillen im Sommer 2017 die Ausstellung have you been her before?. Die in Frankfurt lebende Künstlerin Tamara Grcic hatte eigens dafür im Wechselspiel mit unterschiedlichen Sprachen eine neue, eigenständige Sound-Arbeit entwickelt, die das ganze Haus besetzte. Im Herbst folgte die Fotografie-Ausstellung SIBYLLE – Die Fotografen in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock, die zum ersten Mal die Bedeutung der Sibylle ‒ Zeitschrift für Mode und Kultur für die Entwicklung der Fotografie Ostdeutschlands komplex beleuchtete.

Opelvillen-Kuratorin Beate Kemfert zur hervorragenden Resonanz des Ausstellungsjahres in den Opelvillen: »2017 konnten wir mit unserem spannenden Ausstellungsprogramm und einer vielschichtigen Vermittlungsarbeit insgesamt über 20.000 Besucher begeistern. Besonders freue ich mich dabei über den wachsenden Zuspruch zu unserem Begleitangebot. Bei den Künstlergesprächen war das Interesse zum Beispiel so stark, dass unsere Sitzplätze nicht reichten, die Zuhörer saßen zum Teil auf der großen Treppe im Ausstellungsraum. Manche reisten sogar von weit her an.«

Künstlergesrpäch mit Sven Marquardt und Opelvillen-Kuratorin Beate Kemfert im November 2017

Die Bedeutung der Opelvillen als Kulturinstitution in Rüsselsheim zeigte sich gerade in den umfangreichen und stark frequentierten Vermittlungs- und Bildungsformaten, die das Ausstellungshaus begleitend für ein breites Publikum konzipiert. Besonders hervorzuheben sind das erweiterte museumspädagogische Programm »Sprachförderung durch Kunst« für Kinder im Kindergartenalter, die spezifisch für verschiedene Altersgruppen konzipierten Führungsangebote für Schulklassen oder die Führung »Nur der Augenblick zählt“ für Menschen mit Demenz. 2017 haben insgesamt 128 Erwachsenen-Gruppen, 49 Kindergarten-Gruppen, 46 Schulklassen und 9 Seniorenbetreuende Einrichtungen an Führungsangeboten der Opelvillen teilgenommen. Darüber hinaus fanden zahlreiche Künstlergespräche, Filmabende, Lesungen und Sonderveranstaltungen statt, darunter das Generationenübergreifende Förderprojekt »Generationen im Dialog« sowie die neue Veranstaltungsreihe »Mein Schloss am Main« zur Geschichte der denkmalgeschützten Villen-Anlage, deren erste Termine jeweils komplett ausgebucht waren.

Ausblick 2018

Auch in diesem Jahr erwartet die Besucher der Opelvillen ein spannendes Programm: Noch bis zum 8. April läuft die Ausstellung Das Selbstporträt. Arbeiten auf Papier aus der Sammlung Frerich mit 115 Schlüsselwerken aus dem Nachlass des Kölner Zahnarztes Dr. Günter Frerich (1929‒2013). Im Anschluss daran präsentieren die Opelvillen mit Die reine Leidenschaft von 2. Mai bis 29. Juli erstmals die vier bislang unbekannten Amateurfotografen Peter Dammann, Eugen Gerbert, Axel Herrmann und Vasilii Lefter, die im Privaten jahrzehntelang unzählige Negative, Dias, Abzüge und Familienalben fertigten. Die Auswahl ganz unterschiedlicher Herangehensweisen beleuchtet den Wunsch nach Fotografie in Deutschland der 1950er- bis 1990er-Jahre sowie in Moldawien zur der Zeit der Sowjetunion.

Höhepunkt des Opelvillen-Jahres 2018 wird die große Herbst-Schau Der Duft der Bilder – Werke der colección olorVISUAL, Barcelona, die ab 19. September Besucher dazu einlädt, beim Gang durch die Ausstellung auch die für das jeweilige Objekt eigens entwickelten Essenzen zu riechen. Kreiert wurden die Düfte durch den Sammler Ernesto Ventós Omedes. Der in Barcelona beheimatete Parfümeur begann vor fast vierzig Jahren eine Sammlung internationaler Fotografie-, Objekt- und Videokunst nach einem persönlichen Leitfaden aufzubauen: Für ihn duften Kunstwerke. Damit ist nicht der tatsächliche Geruch eines Werkes gemeint, sondern dass von einem Werk eine Erinnerung an einen besonderen Duft ausgehen kann.