Bravo Lena Henke! Vor 10 Jahren in der Schleuse der Opelvillen – ab Freitag in der Schirn-Rotunde

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert vom 28. April bis zum 30. Juli 2017 eine Raumskulptur der Bildhauerin Lena Henke. In der eigens für die Rotunde der Schirn geschaffenen Arbeit mit dem Titel Schrei mich nicht an, Krieger! reagiert sie auf die spezifischen Bedingungen des frei zugänglichen, öffentlichen Ortes. Henke versteht die Rotunde als einen Raum, der in besonderer Weise Innen und Außen miteinander verbindet – als Eingang zur Schirn, als Ausstellungsfläche und als städtebauliches Bindeglied zwischen Dom und Römer.

Schon vor knapp 10 Jahren, im November 2007, hatte Lena Henke hier bei uns in der Schleuse der Opelvillen mit der Installation when the kitten starts to purr ebenfalls eine Arbeit gezeigt, die den Innen- und Außenraum dieses Gebäudeteils der Villenanlage in Bezug zueinander setzte. Wie auch in ihrer aktuellen Ausstellung in der Schirn-Rotunde verwendete die Künstlerin bereits damals den vorgefundenen Ort als Ausgangsmaterial, erhöhte ihn und setzte ihn wahrnehmbar in Szene. Henke transformierte die Schleuse der Opelvillen damit in eine begehbare Raumskulptur, die Innen und Außen verband.

Lena Henke lebt und arbeitet in New York sowie in Frankfurt am Main. Sie studierte von 2004 bis 2010 an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Michael Krebber. Ihre Skulpturen und Installationen wurden international in zahlreichen Einzelausstellungen präsentiert. Im Jahr 2016 war sie sowohl bei der 9. Berlin Biennale als auch bei der Montreal Biennale und ein Jahr zuvor bei der New Museum Triennale, New York, vertreten.

Internationale Karriere machte auch Anne Imhof, die im Frühsommer 2012 in der Opelvillen-Schleuse ihre ortspezifische Performance AUDITION vorstellte. Sie bespielt dieses Jahr den deutschen Pavillon auf der 57. Biennale in Venedig.

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