Künstler Andrei Koschmieder aus Rüsselsheim stellt in der namhaften Paula Cooper Gallery in New York aus

Installationsansicht Andrei Koschmieder, Robert Gober, kuratiert von Laura Hunt, Paula Cooper Gallery, New York, 4. November bis 1. Dezember 2017. Foto: Steven Probert.

 

Der aus Rüsselsheim stammende Künstler Andrei Koschmieder stellt momentan in der namhaften Paula Cooper Gallery in New York aus und demonstriert dadurch aufs Neue seine internationale Strahlkraft. Bekannt wurde der 1980 geborene Koschmieder in Rüsselsheim 2005 durch seine erste Einzelausstellung in der Schleuse mit dem Titel „I am in Paris“. Der damalige Städelschulstudent von Thomas Bayrle und Michael Krebber war auch der Namensgeber der Schleuse der Opelvillen. Er verstand den Durchgangsbereich zwischen der Villa Wenske und dem Ausstellungshaus insbesondere als mögliches Sprungbrett in den Ausstellungsbetrieb. In der Tat sollte es eines für ihn werden.

2009/2010 bekam er ein Atelierstipendium der Hessischen Kulturstiftung und es folgte der Umzug nach New York, wo Koschmieder mittlerweile dauerhaft lebt. International wird der ehemalige Schleusen-Künstler von mehreren Galerien vertreten. Sowohl in der Johan Berggren Gallery in Malmö als auch in der Real Fine Arts Gallery in New York hat er bereits ausgestellt. Seit dem 3. November präsentiert die New Yorker Paula Cooper Gallery bis zum 1. Dezember seine neuesten Werke. Eigens für die Ausstellung hat Koschmieder eine Installation aus Rohren entwickelt, konstruiert aus Pappe, Klebeband, Spachtel, Kleber und Aluminiumfarbe. In einige dieser Rohre hat er kleine Fotografien eingelassen, gefasst hinter Glas. Vielseitig lesbar zeigen sie Szenen urbaner Transaktionen: den Drogen-Deal, die U-Bahnfahrt, die Getränkebestellung. Die Einlassungen, angebracht in unterschiedlichen Höhen illustrieren die variierenden Füllstände von Flüssigkeiten in einem Glas. Im Zentrum steht für Koschmieder dabei die Auseinandersetzung mit visuellen Prozessen.