Die Stiftung

Die Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim ist eine gemeinnützig arbeitende Einrichtung bürgerlichen Rechts gegründet von der Stadt Rüsselsheim 2001. Zu ihren Aufgaben zählen der Erhalt der Gebäude, die Veranstaltung kultureller Projekte in Form von Ausstellungen, die Bildung und Vermittlung sowie die Förderung von Kunst.

 

Stiftungsvorstand:

Dr. Beate Kemfert, Notar Thomas Müller

Stiftungsrat:

Dennis Grieser (Vorsitzender), Patrick Burghardt, Christoph Marx, Dr. Ingrid Pfeiffer, Siegbert Reinig, Heinz E. Schneider und Ulrich Weber

 

Namenspatron der Kunst- und Kulturstiftung ist Fritz Opel. Der Sohn des Gründers der Opelwerke Adam Opel errichtete nach dem Kauf einer Villa am Main die zweite Villa, das heutige Ausstellungshaus, 1931/32 und bewohnte die von ihm als „Schloss am Main“ bezeichnete Villenanlage bis zu seinem Tod 1938. Wechselnde Nutzungen vom Krankenhaus bis zum Amtsgericht führten die Rüsselsheimer Bürgerinnen und Bürger in den folgenden Jahrzehnten mit verschiedenen Anliegen in die Opelvillen, die 1955 in den Besitz der Stadt Rüsselsheim übergegangen waren.

Die Frage der Nutzung wurde nach dem Leerstand 1996 auf Betreiben regionaler Kunstschaffender schließlich zu Gunsten kultureller Belange entschieden. 1998 fasste die Stadt Rüsselsheim den wegweisenden Beschluss, die Opelvillen zu einem kulturellen Ort mit Gastronomie und Trauzimmer auszubauen. Durch die Gründung der Stiftung konnte, getragen von Ausstellungen, Veranstaltungen, Konzerten, Vorträgen und Lesungen, ein reges Kunstzentrum in Rüsselsheim geschaffen werden, das bis heute zu einem wichtigen Ort der Bildung  und Begegnung geworden ist.

Für das junge Publikum werden spezielle Bildungsprogramme entwickelt, so erlernen Schülerinnen und Schüler vormittags spielerisch den Umgang mit der Kunst und werden darüber hinaus bereits im Kindergartenalter sprachgefördert. Ältere Menschen hingegen verweilen hier gern am Nachmittag. Für Menschen mit Demenz stehen seit diesem Jahr die Türen der Opelvillen ebenfalls weit offen. An den Schließtagen Montag und Dienstag können maßgeschneiderte Führungen mit Angehörigen oder Pflegern gebucht werden. Kunstgenuss bedeutet in den Opelvillen auch Austausch in Gruppen, mit Freunden oder in der Familie.