Gartenkunst-Projekt »Schleuse/Labor ausgelagert«
dritter Termin am Sonntag, den 28. Juni 2020
Julian Ernst: »weltschmerz«

Gartenkunst-Projekt »Schleuse/Labor ausgelagert«  <br/>dritter Termin am Sonntag, den 28. Juni 2020<br/>Julian Ernst: »weltschmerz«

Zur Betrachtung junger Kunst und zum geselligen Gespräch bei frischer Luft lädt die Stiftung Opelvillen in diesem Sommer sonntags in ihren idyllischen Garten ein. Das lockere Angebot eignet sich für die ganze Familie, als Ausflug oder einfach nur als Stopp einer Fahrradtour. Der Eintritt ist frei. Unter dem Motto „Schleuse / Labor ausgelagert“ sind junge Künstlerinnen und Künstler der umliegenden Kunstakademien in Mainz, Frankfurt am Main und Offenbach eingeladen, im Grünen rund um die Opelvillen zu präsentieren. Über mehrere Wochen hinweg zeigen die Nachwuchstalente nun sonntags ihre Kunst im Freien.

Am kommenden Sonntag, den 28. Juni, geht das Projekt mit Julian Ernst bereits in die dritte Runde. Der an der Kunsthochschule Mainz studierende Künstler zeigt von 10 bis 18 Uhr seine Arbeit „weltschmerz“ im Garten der Opelvillen und steht vor Ort für Fragen der Besucher bereit.

Der junge Künstler setzt sich aktuell vor allem mit den Themen Mythos, Science-Fiction und Fake-News auseinander. Für den Garten der Opelvillen ist die Inszenierung einer figurativen Skulpturengruppe geplant, mit der er versucht, „den/die Betrachterin in eine Situation zu versetzen, in der er/sie auf Fragmente oder Spuren aus einer nicht genau definierbaren Zeit stößt.“ Durch die fragmentale Darstellung und Zerstückelung der Objekte soll im Gast „das Gefühl, unvollständig zu sein oder die Suche nach fehlenden Informationen“ hervorgerufen werden. Laut Julian Ernst ist „die Zeit, in der wir leben, selbst zum Mythos geworden.“ Das Material spiele dabei eine wesentliche Rolle: mit den von ihm verwendeten Materialien imitiert er andere Materialien, wie zum Beispiel ungebrannter Ton, der durch das Bemalen mit Holzbuntlack eine Keramik zu sein scheint.

Der Austausch mit dem Künstler ist kostenlos und für jeden Interessierten bei Einhaltung der aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen offen. Darüber hinaus ist die Kunstinstallation frei zugänglich. Da das Ausstellungshaus derzeit keine Getränke ausschenken darf, empfiehlt es sich, eigene Erfrischungen mitzubringen. Gerne darf man sich auch auf der großen Rasenfläche rund um die Opelvillen bei Beachtung der Pandemiebeschränkungen ausbreiten.

Fortan wird der Garten der Opelvillen an jedem zweiten Sonntag von weiteren Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern bespielt. Es folgen:

12. Juli: Helena Walter, Kunsthochschule Mainz

26. Juli: Viktor Krautwig, Hochschule für Gestaltung Offenbach

9. August: Timon Sioulvegas, Hochschule für Gestaltung Offenbach

23. August: JeongHoon Shin, Kunsthochschule Mainz

6. September: Anita Esfandiari, Städelschule, Frankfurt am Main

22. September: Sonia Knop, Städelschule, Frankfurt am Main

 

Bildnachweis: Schleuse/Labor ausgelagert, Künstlergespräche am gelben Sofa, jeden 2. Sonntag 16 Uhr, © Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim, Foto: Frank Möllenberg