Neue Ausstellung in der SCHLEUSE
Jennifer Bannert
»la forme du ciel«
Eröffnungsvideo am Sonntag, den 14. Februar auf der Homepage der Opelvillen

Neue Ausstellung in der SCHLEUSE<br/>Jennifer Bannert <br/>»la forme du ciel«<br/>Eröffnungsvideo am Sonntag, den 14. Februar auf der Homepage der Opelvillen

Ab Sonntag, den 14. Februar 2021 zeigt Jennifer Bannert ihre Ausstellung »la forme du ciel« in der Schleuse der Opelvillen Rüsselsheim. Die Künstlerin studiert seit 2015 an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, nachdem sie bereits ein Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Psychoanalyse an der Goethe-Universität Frankfurt abgeschlossen hat. Bannert hat ein Atelier in der Basis Frankfurt. Nach ihrer Ausstellung »afterglow« 2019 im 1822-Forum in Frankfurt, präsentiert sie in der Schleuse der Opelvillen mit »la forme du ciel« bereits ihre zweite Einzelausstellung.

Die Künstlerin beschreibt ihre Ausstellung wie folgt:

»Eines meiner Lieblingsbilder der Kunstgeschichte ist der Holzstich eines unbekannten Künstlers, der 1888 erstmals in der Schriftensammlung ›L’atmosphère: météorologie populaire‹ des französischen Astronomen und Autors Camille Flammarion abgebildet wurde. Das Bild des mittelalterlichen Missionars, der angeblich den Punkt gefunden hat, an dem sich die Erdscheibe und der Horizont berühren, zeigt eine am Weltenrand kniende Figur, die mit den Schultern durch ein bogenförmiges Firmament sticht, um zu sehen, was sich dahinter befindet. Flammarion zieht die Darstellung heran, um seine vorangehende Beschreibung antiker und mittelalterlicher Weltbilder zu illustrieren. Für mich visualisiert der Holzstich die zeitenübergreifende, unendliche Suche des Menschen nach dem metaphysischen Fluchtpunkt hinter der Welt der Erscheinungen. Das Bild ist in dem Unterkapitel ›La forme du ciel‹ des zweiten Buchs der Textsammlung abgebildet, in dem die Form des Himmels unter verschiedenen Aspekten betrachtet wird. Die Ausstellung in der Schleuse referiert auf jenes Wissen und die Versuche der Kunst und der Astronomie, sich den großen Fragen anzunähern. Aus diesem Grund ist ›la forme du ciel‹ auch der Titel meiner Ausstellung, in der abstrakte Malereien von Sternenhimmeln gezeigt wer-den. Diese setzen sich in diversen Formationen mit dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren, dem Davor und Dahinter, mit Ordnung und Unordnung des Firmaments auseinander. Die Schau vereint naturalistische, fiktive und systematische Annäherungen an das Motiv.«

Zur Eröffnung am 14. Februar 2021 um 16:00 Uhr wird auf der Homepage der Opelvillen ein Video mit einem gesprochenen Text von Alice Chardenet zur Ausstellung veröffentlicht.

 

Bildnachweis: © Jennifer Bannert, Felix Krapp