Darmstädter Echo, 19. Mai 2020: Zum Neustart gibt es Sinnsprüche

Opelvillen erweitern langsam wieder ihre Öffnungszeiten / Temporäre Installation von Felix Gonzalez-Torres

Von Stephan Dudek – Die Opelvillen erweitern ab Juni Stück für Stück ihre Öffnungszeiten. Vom Monatsbeginn an werden die Ausstellungsräume in der Ludwig-Dörfler-Allee nicht nur sonntags von 10 bis 18 Uhr, sondern auch an Samstagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein. Außerdem werden die regelmäßigen Führungen wieder angeboten, und das Rahmenprogramm wird wieder aufgenommen.

Zudem kann die laufende Ausstellung, „Liebesgrüße aus Havanna“, mit zeitgenössischer Kunst aus Kuba auch an den Feiertagen Pfingstmontag, 1. Juni, und Fronleichnam, 11. Juni, besichtigt werden. An diesen Tagen gibt es auch wieder zur bislang üblichen Zeit um 15 Uhr jeweils eine Führung.

Zum Auftakt des Vermittlungsprogrammes erwartet die Kuratorin des Hauses, Beate Kemfert, ihre Gäste am Samstag, 6. Juni, um 14 Uhr zu einer „Kunstpause“. Um 16 Uhr schließt sich erstmals wieder eine der beliebten
Architekturführungen unter dem Titel „Mein Schloss am Main“ an. Für die Teilnahme an allen Führungen und am Veranstaltungsprogramm ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Außerdem ist eine Anmeldung unbedingt notwendig, weil die Personenzahl begrenzt ist. Dies kann per Telefon unter 06142-83 59 07 oder per EMail an info@opelvillen.de geschehen.

Die Ausstellung „Liebesgrüße aus Havanna“ selbst ist mittlerweile verlängert worden und bleibt bis zum 1. September bestehen. In der Zeit von Montag, 25. Mai, bis Sonntag, 5. Juli, wird sie durch eine temporäre Installation des aus Kuba stammenden, 1996 mit nur 38 Jahren an Aids gestorbenen Künstlers Felix Gonzalez-Torres ergänzt. Die unbetitelte Arbeit aus dem Jahre 1990 wird als „Fortune Cookie Corner“ bezeichnet. Sie besteht aus sogenannten Glückskeksen, die zu Tausenden in einer Raumecke ausgeschüttet werden. Sie sind einzeln in goldene Folie verpackt. Die Besucher werden unterdessen aufgefordert, jeweils einen Glückskeks mitzunehmen. Im Inneren des knusprigen Süßgebäcks finden sich Papierstreifen mit einem Sinnspruch oder einer Zukunftsdeutung.

Die Entscheidung, Gonzalez-Torres’ „Fortune Cookie Corner“ in den Opelvillen zu zeigen, fällte der Sammlungsleiter und Kurator des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt, Mario Kramer. Er wurde als eine von 999 Personen von der Nachlassverwalterin des Künstlers, Andrea Rosen, eingeladen, die temporäre Installation an einem Ort seiner Wahl zu zeigen. Er entschied sich für die Rüsselsheimer Opelvillen.