Opelvillen, 19. Mai 2020: Online-Kreativangebot Ausgabe 11 – Scherenschnitte – falten, schneiden und aufhängen

Hallo zu einer neuen Folge! Wir stellen euch heute die Künstlerin Ariamna Contino vor, die mit weißem Papier arbeitet. Sie schneidet mehrere weiße Blätter aus und legt sie dann übereinander. Manchmal sind ihre Bilder ganz klein und manchmal sehr groß, so wie dieses hier. Wir würden zweimal in dieses Bild reinpassen! Das Kunstwerk heißt Corridor in the Carribean, übersetzt bedeutet es Korridor in der Karibik. Auf dem Bild ist das Meer zu sehen. Geht man ganz nah heran, entdeckt man Land rechts und links am Horizont. Das Land grenzt das Meer ein und macht es zu einem Korridor für Schiffe, die dort durchfahren.

Ariamna Contino, Corridor in the Carribean, 2015 © Ariamna Contino

Die Künstlerin hat das Papier von Hand geschnitten. Teilweise sind ihre Schnitte sehr fein und nur ein paar Millimeter groß! Wir probieren Scherenschnitte in einer Größe aus, die wir einfach mit einer normalen Schere schneiden können und die auch ein bisschen bunter sind. Einen eigenen Bilderrahmen für die Schnitte haben wir gleich mit dazu angefertigt. Kommt und macht mit!

Ihr braucht dafür: a) weißes Papier. b) buntes Papier. c) Schere, Faden und zwei Stöckchen. Wir haben welche genommen, die wir im Wald gefunden haben. d) Nadel und dünnen Faden. e) Buntes Basteltape. Wenn ihr keins da habt, eignen sich bunte, dünne Papierstreifen genauso gut. Ihr könnt es aber auch weglassen. Nicht abgebildet: Kleber.

Tipp: Die Scherenschnitte funktionieren am besten mit quadratischem Papier. Bei einem Quadrat sind alle Seiten gleich lang. Wenn ihr keins daheim habt, gibt es eine einfache Möglichkeit, rechteckiges Papier in quadratisches zu verwandeln.

Faltet euer Papier wie oben abgebildet: Zuerst die untere rechte Ecke an die obere Seitenkante. Das ergibt eine schräge Linie auf eurem Papier. Lasst es noch so gefaltet und klappt das restliche linke Stück vom Blatt um. Wenn ihr das Papier jetzt auseinander faltet, habt ihr eine weitere gerade Linie von oben nach unten bekommen. Durch das Falten habt ihr also die Form des Quadrates erhalten. Schneidet das restliche linke Stück Papier ab.

Jetzt habt ihr zwei Möglichkeiten euer Papier zu falten. Ihr könnt es als Dreieck oder als Viereck falten.

Fangen wir mit dem Viereck an: Nehmt das quadratische Blatt und legt die untere Seitenkante auf die obere, oder andersherum.

Dann legt ihr die linke Seitenkante auf die rechte, oder andersherum. Jetzt habt ihr wieder ein Quadrat, weil alle Seiten von eurem Viereck wieder gleich lang sind.

Halbiert dieses Quadrat nochmal in der Mitte, indem ihr die untere Seitenkante erneut auf die obere legt.

Wenn ihr ein Dreieck falten wollt, nehmt ihr das quadratische Blatt und faltet es von Ecke zu Ecke. Wenn ihr unseren Tipp nachgebastelt habt, könnt ihr das Blatt einfach an der schrägen Linie wieder nach oben zuklappen.

Jetzt habt ihr ein erstes Dreieck. Nehmt die untere Ecke und legt sie auf die obere gegenüberliegende Ecke. Die schräge Linie, die ihr davor gefaltet habt, wird dabei in der Mitte halbiert. Jetzt müsstet ihr ein weiteres Dreieck erhalten haben, dessen Spitze zu euch zeigt.

Nehmt die linke Ecke von diesem Dreieck und klappt sie auf die rechte Ecke. Oder anders herum, das ist egal. Jetzt habt ihr das Dreieck wieder halbiert und ein weiteres Dreieck ist dabei herausgekommen. Puhhh – nicht aufgeben, weiter geht‘s!

Jetzt wird geschnitten! Egal wie ihr euer Blatt gefaltet habt – nehmt es an der Seitenkante, die ihr zuletzt gefaltet habt. Schneidet dort kleine Formen rein: Dreiecke, Kreise und was euch noch so einfällt. Probiert einfach mal ein bisschen aus!

Da ihr mehrere Lagen Papier gleichzeitig schneidet, ist es etwas mühsamer als sonst. Achtet darauf, dass ihr diese Kante nicht komplett zerschneidet, sonst fällt euer Papier auseinander!

Klappt jetzt euer Papier wieder auseinander. Wie ihr sehen könnt, habt ihr durch das Falten überall auf dem Blatt kleine Formen reingeschnitten! Nehmt nun euer buntes Papier und klebt den Scherenschnitt drauf – so könnt ihr die verschiedenen Umrisse noch viel besser erkennen.

Jetzt geht es ans Verschönern vom Scherenschnitt. Wir haben dafür Basteltape genommen und die Ränder damit abgeklebt. Ihr könnt dafür auch dünne bunte Papierstreifen nehmen.

Fallen euch noch andere Sachen zum Verschönern ein? Lasst eurer Kreativität einfach freien Lauf!

Nun gestalten wir den Bilderrahmen. Nehmt dafür den Faden und schneidet ihn in zwei gleiche Stücke. Sie müssen natürlich etwas länger sein als euer Scherenschnitt. Nehmt den ersten Stock und befestigt die Fäden an beiden Enden mit einem Knoten. Bestimmt können eure Eltern euch bei diesem Schritt helfen.

Sind die Fäden weit genug auseinander? Legt euren Scherenschnitt zur Probe in die Mitte. Die Fäden sollten das Blatt nicht berühren.

Nehmt den zweiten Stock und bindet die unteren Enden der Fäden mit einem Knoten fest. Achtet darauf, dass die Fäden möglichst gerade verlaufen. Platziert zur Probe nochmal euren Scherenschnitt in das so entstandene Feld. Wenn er keine der vier Seiten berührt, ist euer Rahmen groß genug.

Fast geschafft! Jetzt müssen wir den Scherenschnitt nur noch am Rahmen fest machen. Dafür braucht ihr die Nadel mit dem dünnen Garnfaden und eure Eltern können euch bestimmt wieder dabei helfen.

Piekst die Nadel oben rechts durch den Scherenschnitt durch (am besten etwas unterhalb vom bunten Rand). Entfernt die Nadel, sodass nur noch der Faden durch das Papier geht. Wiederholt das Ganze nochmal auf der anderen Seite. Wenn ihr euch nicht sicher seid ob das gut hält, könnt ihr einen dritten Faden oben in die Mitte stechen.

Legt den Scherenschnitt wieder in den Rahmen und bindet die eben rein gepieksten Fäden oben am Stock zusammen.

Jetzt habt ihr einen bunten Scherenschnitt in eurem eigenen Rahmen, den ihr an eine schöne Stelle in eurem Zimmer an die Wand hängen könnt! Macht doch mal ein Foto davon und schickt es uns wieder an info@opelvillen.de. Wir freuen uns darauf, euer Kunstwerk dann in dieser Galerie zu präsentieren!